Wolfgang Borchert Kurzfilmprogramm

Wolfgang Borchert Kurzfilmprogramm
DDR/ D 1983-2017, 76 min, R: Michael Blume

NACHTS SCHLAFEN DIE RATTEN DOCH 
mit Steffie Spira und Oliver Blume (1983)
Nach Wolfgang Borchert: Der Zweite Weltkrieg in Deutschland. Eine alte Frau entdeckt einen kleinen Jungen, der vor einer Ruine, ja vor einem Schutthaufen, Wache hält. "Mein Bruder liegt da nämlich unten!", sagt der Junge. Mit einer List gelingt es der alten Frau, den neunjährigen Jungen von seinem traurigen Posten zu befreien. So erzählt sie ihm zum Beispiel von kleinen Kaninchen.
 
DAS BROT 
mit Christine Schorn und Hermann Beyer (1986)
Nach Wolfgang Borchert: Erzählt wird die Geschichte eines älteren Ehepaares nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Mann kommt allabendlich nach Hause. Die Frau erwartet ihn schon. Sie steht am Fenster. Auf dem Tisch steht das karge Abendessen. Die Frau beschränkt sich auf eine einzige Scheibe Brot, um ihrem Mann mehr Brot zu lassen. Des Nachts schleicht er sich heimlich in die Küche, um seinen Hunger zu stillen. Er isst etwas Brot im Bett. Seine Frau hat ihn längst gehört, will ihn aber nicht hören.
 
DIE HUNDEBLUME 
mit William Cody Maher und Maria Jany (2001)
Nach Wolfgang Borchert: Der Film erzählt die Geschichte eines Strafgefangenen in einer Einzelzelle, der nichts Anderes hat als sich selbst, bis er eines Tages beim kurzen Hofgang eine kleine gelbe Hundeblume entdeckt und pflückt, die für ihn in der Zelle Glaube, Liebe und Hoffnung bedeutet.
 
BILLBROOK
mit Dirk Schweden, Norma Friesecke (2003
Nach Wolfgang Borchert: Der amerikanische Soldat Bill Brook kommt am Ende des Zweiten Weltkriegs in Hamburg an. Als er sich eine Zigarette anzünden will, entdeckt er ein Schild, auf dem in großen Lettern "BILLBROOK" zu lesen ist. Voller Stolz will er am nächsten Tag "seinem Stadtteil" einen Besuch abstatten – Bill Brook in Billbrook. Aber er findet nur Trümmer, eine defekte Telefonzelle, eine defekte Laterne und eine schiefe Litfaßsäule. Dem Protagonisten wird zunehmend klar, dass die Probleme in seiner Heimat plötzlich keine mehr darstellen.
 
SAGT NEIN! 
mit Sahra Wagenknecht (2017)
Am 22. September 1947 tritt Wolfgang Borchert seine Genesungsreise in die Schweiz an. Er wird ins katholische St.-Clara-Spital eingeliefert. Wolfgang fühlt sich nicht wohl, weil er keinen Kontakt hat und ihm die Eltern fehlen. Nicht einmal Geld für Papier und Briefmarken besitzt er. In Deutschland bereiten in dieser Zeit viele Bühnen Inszenierungen von "Draußen vor der Tür" vor. Borchert wird manchmal von der tschechischen Schwester Mina besucht, die Deutsch kann. Fünf Tage vor seinem Ableben bekommt er Besuch vom Verleger Cordes, der ihm auch den Aufenthalt mitfinanzierte; Cordes spricht von einem lebhaften und heiteren Borchert. Einen Tag davor erhält er noch einen Brief von Zuckmayer, der ihm Hoffnung macht. Am 18. und 19. November traten dann wieder Blutungen auf. Am 20. November 1947 um 9 Uhr starb Wolfgang Borchert. Am nächsten Tag fand in den Hamburger Kammerspielen die Uraufführung von "Draußen vor der Tür" statt. Im Spital schrieb er als einzige Arbeit "Sagt Nein!"

Kino mon ami, Goetheplatz 11, Weimar T 03643_847745 www.kinomonami.de

Veranstalter Lesarten: Kulturdirektion Weimar, TLZ, Stadtbücherei, Thalia Buchhandlung, Eckermann Buchhandlung, Universitätsbibliothek, Kulturzentrum mon ami, Kino mon ami 




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