Solo Sunny

In memoriam Wolfgang Kohlhaase

Die Prenzl’bergerin Sunny tingelt als Sängerin mit einer wenig ambitionierten Band durch die Provinz und verzweifelt fast angesichts des bierseligen, anspruchslosen Publikums. Sie will eigene Lieder singen, sie will lieben und geliebt werden, und so leben, wie es ihr gefällt. Bald fliegt die Querulantin, die sich auf und hinter der Bühne den Angriffen und Zudringlichkeiten der Musiker widersetzt, aus der Band. Bei mancher jungen Frau sprach der Film die tiefe Sehnsucht nach Selbstverwirklichung außerhalb realsozialistisch existierender Lebensmuster an. Einer der besten und international erfolgreichsten DEFA-Filme. Reale Grundlage des Films ist die Lebensgeschichte von Sanije Torka, von der Kohlhaase in einem Interview gehört hatte, das die Journalistin Jutta Voigt 1976 mit ihr geführt hatte. Wolfgang Kohlhaase, einer der wichtigsten Drehbuchautoren der deutschen Filmgeschichte verstarb am 5.10.2022. Er war in den Jahren 2005 und 2015 zu Gast im Kino mon ami.

DDR 1980, 104 min, FSK 16, R: Konrad Wolf, B: Wolfgang Kohlhaase, D: Renate Krößner, Alexander Lang, Dieter Montag, Klaus Brasch, Bernd Stegemann




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