Perfect Days

Hirayama ist ein schweigsamer Einzelgänger. Er liebt Lou Reed. Die Kinks. Und er liebt seinen Job. Tagein, tagaus putzt er öffentliche Toiletten in Tokio. So sorgfältig, so hingebungsvoll, so rituell eben, dass es nicht nur über ihn selbst etwas verrät, sondern auch über sein Land und dessen Kultur. Jeder Morgen folgt einem Muster. Derselbe Ablauf. Dieselben Handgriffe. Für die einen der Inbegriff quälender Langeweile und Eintönigkeit. Für Hirayama aber der Beginn eines erfüllenden Tages. Eines "Perfect Day". Regisseur Wim Wenders will seinen Film so verstanden wissen: "Ich hab' ein bisschen eine Utopie entworfen, aber eine, die nicht so ganz unrealistisch ist und außerdem recht bescheiden, es ist ja kein gewaltiges Modell. Er hebt auch nie den Zeigefinger und sagt: 'Guckt mal, wie ich lebe.' Im Gegenteil. Er ist zufrieden, so wie er lebt und zeigt es einfach nur, dass man froh sein kann mit Dingen, die man wahrnimmt. Und er nimmt viel wahr. Er redet nicht viel, aber dafür sieht er sehr viel." Mit beinahe dokumentarischem Blick, gedreht im 4:3-Format, erzählt der Film von der Schönheit im Alltäglichen.

J/D 2023, 123 min, FSK o. A., R: Wim Wenders, D: Kôji Yakusho, Arisa Nakano, Tokio Emoto, Yumi Aso, Tomokazu Miura

27.2. Veranstaltung in Kooperation mit der Bauhaus-Universität Weimar, Einführung: Dr. Simon Frisch, Vizepräsident für Lehre und Lernen  




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